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Kochen

Kochen kann Entspannung oder Stress sein – für mich hat es vor allem deshalb Entspannungswirkung, weil ich "frei nach Schnauze" koche und nicht sklavisch nach den Vorgaben eines Kochbuchs oder auch nicht unter dem Leistungsdruck, dass etwas ganz bestimmtes heraus kommen muss. Allerdings sind meine Kochaktivitäten meist nicht diätgeeignet, weil an Eiern, Butter und Sahne nicht gespart wird. Da man ja weiß, dass Fett ein besonderer Geschmacksträger ist, fehlt den Magerprodukten nicht selten allerdings auch die geschmackliche Abrundung, die fetten Sachen haben dagegen den Nachteil, dass man sie sehr lange auf den Hüften mit sich herumträgt, sie außerdem das Leben möglicherweise verkürzen, dafür aber schöner machen.

Mein Motto ist dazu: Lieber seltener dafür aber richtig gut essen.

DIE KÜCHE

Zum Kochen als Hobby gehört natürlich eine gewisse Grundausstattung in der Küche; die auch ich nicht schon immer hatte, sondern in vielen Jahren zusammen getragen habe. Da kommt schon einiges zusammen, von dem gewiss nicht alles zwingend nötig ist. Zehn verschiedene Sorten von Parmesan-Reiben braucht kein Mensch und der Handel bietet viele Dinge unter der Empfehlung "ein Geschenk für Menschen, die schon alles haben" an, die in der Küche eigentlich nur Platz wegnehmen.
Manche Anschaffungen für die Küche ergeben sich natürlich besonders aus den Vorlieben beim Kochen: Nur wer häufig Fisch zubereitet, für den lohnt sich z. B. eine Pinzette zum Gräten ziehen (denn auch das Lachsfilet vom Fischhändler ist nur höchst selten wirklich grätenfrei).

DAS EINKAUFEN

Ein ganz wichtiges Element beim Hobby Kochen ist natürlich das Einkaufen. Auf dem Wochenmarkt herum schnüffeln und sich inspirieren lassen, oder auch in der Frankfurter Kleinmarkthalle zu schauen, das ist für mich wahre Lebensfreude und zur Nachahmung zu empfehlen. Dann habe ich oft einen gewissen Geruch in der Nase oder auch einen Geschmack auf der Zunge und frage mich, wie kann ich ihn in der Küche realisieren?
Nach diesem Motto wird eingekauft, das gilt natürlich besonders für die Zutaten wie z. B. frische Kräuter. Wichtig ist beim Einkaufen natürlich, auf die Qualität zu achten – eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und da ist meine Erfahrung, dass Bioprodukte in aller Regel deutlich besser sind – im Geschmack – als so genannte konventionell erzeugte. Diese Feststellung stammt übrigens direkt von meiner Zunge und nicht aus dem politischen Programm der GRÜNEN – da steht es natürlich auch und es stimmt wirklich!
Das Einkaufen führt natürlich dann auch zur Vorratswirtschaft, d. h. zu der Frage, was man denn so im Kühl- und im Vorratsschrank haben sollte.

DAS ESSEN

Das Essen ist zwar die logische Konsequenz des Kochens, aber eigentlich schon das Nachspiel. Mit dem Servieren der selbst gekochten Speisen ist der Höhepunkt erreicht, wenn alles lecker duftet und lochend vom Teller strahlt freut sich der Koch. Das ist der Augenblick, wo es natürlich die Freude noch steigert, wenn man nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere gekocht hat. Dann ertönen (wenn es gelungen ist) Lobesworte oder gar Lustschreie – und wen macht dies nicht glücklich?
Und das gute Essen wird dann von Gesprächen begeleitet – was einen schnell wieder zur Politik hinführen kann. Übrigens gilt es als gesicherte Erkenntnis, dass wichtige Entscheidungen begeleitet durch gutes Essen besser ausfallen, weil sich die Verhandlungspartner beim gemeinsamen Geschmackserlebnis besser verstehen.
Wer Rezepte oder Vorschläge sucht, um gut zu essen, für den gibt es überreichlich Kochbücher, Zeitschriftenartikel und auch familiär Überliefertes. Deshalb wartet gewiss niemand ausgerechnet auf Kochrezepte von Frank Kaufmann. Hierfür sind andere wesentlich berufener; aus meiner Sicht ist es empfehlenswert, wenn man "dasselbe" Rezept in verschiedenen Kochbüchern vergleicht um Hinweise auf Variationsmöglichkeiten zu gewinnen und dazu auch noch eigene Ideen einbringt. In diesem Sinn sind meine wenigen Rezeptvorschläge auch zu verstehen – mögliche Varianten von bereits Bekanntem.

 

 

 

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