Bündnis 90/Die GrünenFrank Kaufmann, MdL

Flughafen

Nach mittlerweile mehr als  zehn Jahren Debatte und trotz aller Nachbesserungen der Fraport AG an den Unterlagen gilt für uns GRÜNE  --  und sicherlich auch für Sie  --  so klar wie es von Anfang an war:   
                                        Umdenken statt Ausbauen!
Die wichtigsten Gründe dafür, dass wir keinen weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens wollen, gelten nach wie vor:
•        Die von Fraport zur Ausbauplanung vorgelegte Luftverkehrsprognose ist völlig unzureichend, auch die jetzt vorgelegte Nachbesserung enthält weitere Fehler und widerspricht den bisher vorgetragenen Argumenten.
•        Die geplante Bahn erlaubt eine Steigerung der Zahl der Flugbewegungen deutlich über die bisher genannte Grenze (700.000) hinaus. Die tatsächlichen Belastungen wären somit noch sehr viel höher als bisher eingeräumt.
•        Die Belastung des gesamten Rhein-Main Gebiets durch Fluglärm und sonstige Emissionen würde ständig weiter wachsen, statt wie notwendig verringert werden.
•        Durch die geplante Nordwest Landbahn wäre der Waldverlust deutlich höher als bislang behauptet, der Kelsterbacher Wald als Erholungsgebiet vollständig verloren.
•        Die Belange des Naturschutzes werden durch die Planung generell ignoriert; gerade im dicht besiedelten Rhein-Main Gebiet ist der Erhalt der Natur aber besonders vordringlich.
•        Gutachterlich nachgewiesen ist, dass die Gefährdung des Landeanflugs durch Vogelschlag massiv unterschätzt wird; im europäischen Vogelschutzgebiet an der Staustufe Eddersheim dürfen die Vögel nicht einfach abgeschossen oder vergrämt werden.
•        Das durch den Flughafenausbau steigende Verkehrsaufkommen am Boden ist nicht zu bewältigen. Die geplanten Straßenbaumaßnahmen sind großteils weder ökologisch noch finanziell vertretbar. Ein Verkehrschaos in weiten Bereichen des Rhein-Main Gebiets wäre vorprogrammiert.

Ein weiterer Ausbau des Flughafens Frankfurt außerhalb des bisherigen Areals insbesondere. der Bau einer Landebahn im Kelsterbacher Wald ist deshalb unter keinen Umständen akzeptabel.